jeden ersten Samstag im Monat…

... zeigen wir im B-Movie einen ausgewählten Film: schwul, trans, lesbisch - polygendered. Danach ist Bar. Willkommen sind alle, die im hetero- und homonormativen Mainstream nicht auf ihre Kosten kommen.
Film des Monats

Sa. 04.09. 22h “Prinz in Hölleland”

Prinz in Hölleland

D 1993, 90 Min, Regie: Michael Stock

“Prinz in Hölleland” entstand nach dem Fall der Mauer als alternatives Filmprojekt einiger Bewohner einer Wagenburg im Berliner Stadtteil Kreuzberg die auch als Darsteller fungierten. Der Film zeichnet sich aus durch geschickte Improvisation und die realistische Darstellung der alternativen Subkultur Kreuzbergs zu Anfang der 1990er Jahre, in die die Handlung eingebettet ist. Laut Angaben des Regisseurs haben er und seine Mitbewohner ihr Leben mehr oder weniger einfach „abgefilmt“.

Die Handlung des Films ist eine Verschränkung der Erzählung des Narren Firlefanz, der mit seinem Puppentheater am Kottbusser Tor das Märchen vom schönen Prinzen und dem tapferen Müllersburschen einem aufmerksamem Publikum darbietet, und der Erlebnisse, die drei Bewohner einer Kreuzberger Wagenburg im Spannungsfeld von Drogen, Sex, schwuler Punkkneipenkultur („Café Anal“) und Gewalt erleben.

LSF

Di. 28.9. 20h “Postcard to Daddy”

Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg präsenttieren im B-Movie einen weiteren Film von Michael Stock.

Postcard to Daddy

D/THA 2010, 86 min, dt. Fassung, von Michael Stock

Der Film ist die autobiographische Geschichte des sexuellen
Missbrauchs des Autors Michael Stock durch den eigenen Vater im Alter
zwischen 8 und 16 Jahren. 25 Jahre später konfrontiert er seine
Familie, auch den Vater. Michael Stock kommentiert seinen Wunsch nach
innerem Frieden und Überwindung der eigenen Opferrolle einerseits und
die eigene innere Zerrissenheit und die seiner Angehörigen
andererseits im Umgang mit den Übergriffen des Vaters. Entstanden ist
ein Dokumentarfilm, der gezeigt und gesehen werden muss.

Regisseur Michael Stock wird anwesend sein.

Film des Monats

Sa. 7.8. 22h “Before Stonewall”

»Before Stonewall«

USA 1984, 87 min., OmdU, Regie: Greta Schiller, Robert Rosenberg, Darsteller: Rita Mae Brown (Erzehlerin), Ann Bannon, Lisa Ben, Gladys Bentley, George Buse, Carroll Davis, Allen Ginsberg, Barbara Gittings, Barbara Grier, Mabel Hampton, Evelyn Hooker, Jim Kepner, udre Lorde, Bruce Nugent, Henry Otis, Johnnie Phelps, Ted Rolfs, Chuck Rowland, Donna Smith, Ricky Streiker, Hank Vilas, u.A.

Before Stonewall dokumentiert die Geschichte der amerikanischen Schwulen und Lesben Bewegung von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Aufstand rund um das Stonewall Inn in der Christopher Street in New York 1969. Tage und Nächte hielten Sexworker, Tunten, Transgender, Lesben und Homosexuelle ihre New Yorker Bar besetzt. Dieser Kampf gegen die Polizei markiert einen Wendepunkt im Kampf gegen die soziale und politische Diskriminierung, nicht nur in den USA.

Teils mit nachgestellten Szenen, teils mit Originalmaterial tauchen wir in die Amerikanische Geschichte ein. Wir erleben, wie sich Menschen damals gefühlt und gelebt haben, die nicht dem heteronormativen Mainstream entsprachen. Wir begreifen, warum damals der Aufstand begann, zu dessen Ehren die alljährlichen Demos im Deutsch sprachigen Raum Christopher Street Day heißen.

Am 5.6. und am 3.7. findet leider keine Q-Movie-Bar statt.

Film des Monats

Sa. 1.5. 22h “Beautiful Thing”

»Beautiful Thing«

GB 1996, 90 min., OmU, Regie: Hettie MacDonald, Drehbuch: Jonathan Harvey, Darsteller: Linda Henry, Glen Berry, Scott Neal, Tameka Empson, Ben Daniels. Musik: John Altman

Als amüsanter Coming-Out-Film zeigt Beautiful Thing die erwachende Sexualität zweier Jungs in einer Hochhaussiedlung im Südosten Londons.
Dabei werden sie mit ihrem schwierigen Lebensumfeld konfrontiert und sind ebenso hin- und hergerissen zwischen eigener Akzeptanz und Ablehnung.

Liebevoll gefilmt, einfühlsam gespielt – romantisch und melancholisch, sozialkritisch und Normen hinterfragend, heiter und realitätsnah transportiert Hettie Mac Donalds Film eine optimistische Grundstimmung schwuler Liebe, Lust und Leidenschaft.

Film des Monats

Sa. 3.4. 22h “The Hunger”

Begierde  »The Hunger«

UK 1982, 98 min., OmU, Regie: Tony Scott, mit Catherine Deneuve, Susan Sarandon, David Bowie, Willem Dafoe. Musik: Denny Jaeger, Michael Rubini sowie BAUHAUS No human loves forever

Die ägyptische Vampirin Miriam (Catherine Deneuve) sucht im Großstadtdschungel von New York gemeinsam mit ihrem ewigen Geliebten (David Bowie) nach immer wieder neuen Opfern. Als Miriams Geliebter zu altern beginnt, kommt seine Psychologin (Susan Sarandon) ins Spiel…

Mit einer freizügigen Sexszene zwischen Catherine Deneuve und Susan Sarandon
sicherte sich Tony Scott (Regisseur) jede erdenkliche Aufmerksamkeit.

Film des Monats

Sa. 6.3.10 22h “Another Gay Movie”

Another Gay Movie

USA 2006 92 min. Von Tim Kaltenecker (Buch) und Todd Stephens (Buch, Regie), mit Michael Carbonaro, Jonah Blechman,  Jonathan Chase und Mitch Morris

Another Gay Movie ist eine dreckige und aberwitzige Komödie. Hier werden Lehrer verführt und Hamster werden verwirrt.

Der Film ist eine drastische und hocherotische Achterbahnfahrt auf dem Weg zum Erwachsenwerden.

Er hinterfragt mit einem ungezwungen agierenden Ensemble den typischen Gay-Lifestyle mit seinen Rollenklischees.

Another Gay Movie spannt dabei einen satirischen Bogen von Teenie-Filmen wie American Pie zu schwulen Filmen und Serien wie Queer As Folk.

Film des Monats

Sa. 6.2.10 22h “My Beautiful Laundrette”

my_beautiful_laundrette_1My Beautiful Laundrette

GB 1985, 97 min, OF. Von Hanif Kureishi (Buch) und Stephen Frears (Regie), mit Gordon Warnecke und Daniel Day Lewis

Eine ganze Generation junger Schwuler ging Ende der 80er Jahre wegen dieses Films regelmäßig in den Waschsalon, um einen Traumprinzen kennenzulernen. Flirt und Lust zwischen Waschmaschinen und Trocknern, benebelt von Waschmittel und Weichspüler.

My-Beautiful-Laundrette_4Im Film, der in das London der Thatcher-Ära führt, sind es die beiden jungen Betreiber des stilvoll gestalteten Waschsalons, die schließlich zueinanderfinden: der Pakistani Omar (Gordon Warnecke) und der Underdog Johnny (Daniel Day Lewis). Es liegt auf der Hand, dass Familien und Peergroups hierbei zahlreiche Hindernisse aufstellen, die es für die beiden ebenso zu überwinden gilt wie die Stigmata einer homophoben und xenophoben Gesellschaft.
Es ist lohnenswert, den Film auf einer großen Leinwand zu sehen, nicht nur wegen der schönen Bilder, sondern auch wegen der Poesie, des bissigen Humors und seiner gut inszenierten Gesellschaftskritik.My-Beautiful-Laundrette_l

Unser Tipp: Nach dem Film zur Party:
mit der Kinokarte gibts ein Freigetränk auf der Standortschutz – Queerparty!

LSF

Fr. 5.2. Ausgezeichnet! LSF-Preisträger im Metropolis

In zwei Programmen zeigt das Team der Lesbisch Schwulen F ilmtage ein paar ausgezeichnete Werke der letzten Filmtage:

Im Metropolis, Steindamm 54, nähe Hamburg Hauptbahnhof.

Film des Monats

Sa. 02.01.2010 22h “Hedwig and the Angry Inch”

Wir eröffnen das Jahr 2010 mit

hedwig_cover_yHedwig and the Angry Inch

USA 2001, 87 min. Von und mit John Cameron Mitchell, Musik: Stephen Trask

Hedwig and the Angry Inch war ursprünglich ein 1998 in New York Off-Broadway aufgeführtes Musical und wurde im Jahr 2001 verfilmt. John Cameron Mitchell schrieb den Text des Musicals und war später auch Regisseur und Hauptdarsteller des Films. Die Musik schrieb Stephen Trask.

Hedwig reist als Rock-and-Roll Drag-Queen durch Amerika. Ursprünglich wurde sie als Hansel in Ost-Berlin geboren. Anhand von mehreren bizarren Ereignissen wird die Verwandlung von Hansel in Hedwig beschrieben und dabei auch der Umstand, dass bei der „Geschlechtsumwandlung“ etwas daneben ging, und Hänsel/Hedwig statt eines Geschlechtsorgans nur noch der „Angry Inch“ blieb.

Das Musical (Musik Stephen Trask) besticht durch seine äußerst aufwändige Kostümierung (Hedwig trägt 41 verschiedene Outfits) und die sehr guten schauspielerischen Leistungen, die auf die Besetzung mit Theaterschauspielern zurückgehen.

hedwig_bfJohn Cameron Mitchell kennen wir bereits mit seinem Film “Shortbus”, den wir im Juli auf die Leinwand gebracht haben.

Hedwig and the Angry Inch war ursprünglich ein 1998 in New York Off-Broadway aufgeführtes Musical und wurde im Jahr 2001 verfilmt. John Cameron Mitchell schrieb den Text des Musicals und war später auch Regisseur und Hauptdarsteller des Films. Die Musik schrieb Stephen Trask.

Allgemeines

Ist ja UNERHÖRT! Keine Q-Movie-Bar im Dezember.

Wegen des UNERHÖRT Musikfilmfestivals 2009 gibt es keine Q-Movie-Bar im Dezember.

Wir sehen uns im nächsten Jahr am 2. Januar wieder mit “Hedwig and the Angry Inch”.